Was ist das? YADRO benutzen Im Detail |
Benutzen der Digitalanzeigen-Software:In diesem Teil wird die tägliche Benutzung der Digitalanzeige beschrieben. Um zu erfahren wie man Macros abändert oder die Anzeige um Funktionen erweiter, bitte hier lesen. Es gibt 4 Hauptbereiche:
Es gibt eine zusätzliche Betriebsart, den Schrittmodus. Er ist aktive wenn eine Reihe von Operationen durchgeführt werden und die DIgitalanzeige auf die Beendigung eines Schrittes wartet. Das ist z.B. bei Lochkreisen der Fall. Es gibt eine kleine Aktivitätsanzeige im rechten oberen Eck des Bildschirms. Ein "r" oder "R" wird bei jedem Lesen von DRO:int4 angezeigt. Normalerweise flackert die Anzeige, liefert eine Messleiste keine Werte, dann kann man die einzelnen Buchstaben lesen und somit Probleme erkennen.
Numerische Anzeige:Der Hauptbildschirm zeigt immer die aktuellen Werte der 3 Hauptachsen an. YADROs DRO hat nicht nur 3 Achsen, sondern 4 Hauptachsen und 4 Nebenachsen. Diese 4 Nebenachsen können z.B. immer den Absolutwert anzeigen. Standardmässig ist die Anzeige so eingerichtet. Zusätzlich kann eine 4. Haupt und Nebenachse angezeigt werden, wird aber zur Zeit nicht benutzt. Der Lesewert von den Messleisten wird mehrfach gelesen, gefiltert und gemittelt um die Genauigkeit zu erhöhen und um ein Flackern der Anzeige zu verhindern. Die Achsen werden etwa 30 mal pro Sekunde gelesen und gemittelt. Diese Mittelung kann geändert werden.
Hinter jeder Achse ist Platz für Statusinformationen wie "NEG", "ABS", "REL" "TG -", "mm", "inch" usw. Die Achsennamen können geändert werden wenn man eine Konfigurationsdatei abändert. Um Verwirrungen zu vermeiden, wurde die übliche Benamsungsmethode gewählt. X, Y und Z sind die Achsen einer Fräsmaschine, X (Durchmesser) und Z0, Z1 (Werkstückachse) die einer Drehbank.
Formelzeile:YADRO hat einen eingebauten Interpreter. Der Interpreter kann auch dazu benutzt werden Berechnungen durchzuführen (expressions im Computer-Chinesisch). Ein Ausdruck (expression) ist etwas, was man normalerweise in einen Taschenrechner eingibt. DRO:ddisp hat in etwa die gleiche Funktionalität. Das ist sin, cos, tan, sinh, cosh, tanh, asin, acos, atan, sqr, sqrt, log, exp, pow usw. Man gibt eine Zeile die z.B (33.5 + 50) / 3 * sin(50) um die Brechnung auszuführen ein. Man kann sogar, wenn man sich in den Interna von YADRO auskennt, auf dessen Variablen zugreifen. Die interessantesten Variablen sind die momentan angezeigten Werte der Achsen. Die erste Achse hat den Namen Disp1, die zweite Disp3 usw. Z.B. ein drittel des aktuellen Anzeigewertes von X erhält man mit der Formel Disp1 / 3.
Die Formelzeile wird über die <Tab>-Taste erreicht. Nach der Eingabe der Formel erhält man das Ergebnis durch drücken von <Return>. Die oben genannten Variablen (Disp1 ) stellen die aktuellen Anzeigewerte dar. Statt sie abzutippen, kann man sie in die Formel eingeben. Disp1 ist die oberste Zeile (hier X), Disp2 die zweite Zeile (Y) usw.
Werkzeugauswahl und Bearbeitung:Die Werkzeugauswahl erreicht man durch Drücken der "#"-Taste.
Werkzeuge sind nur spezielle Macros. Hat man genügen Werkzeughalter und kennt deren Geometrie, kann man Werkzeugwechsel machen ohne neu annullen zu müssen. Für eine Fräsmaschine ist die Geometrie der Fräserdurchmesser und der Z-Versatz. Durch Anwahl eines Werkzeuges werden die Werte automatisch gesetzt und berücksichtigt. Ist die Werkzeuggeometrie-Kompensation aktiv, dann steht in der Anzeige "TG +" oder "TG -", je nachdem auf welcher Seite der Fräser schneidet. Mehr dazu hier. Bei einer Drehbank funktioniert die Kompensation ähnlich. Das bearbeiten von Werkzeugdefinitionen (sie ändert sich beim Nachschleifen eines Werkzeuges, oder wenn der Werkzeughalter einen anderen Fräser bekommt), kann man nur machen, wenn das Werkzeug aktiv ist (das aktive Werkzeug steht direkt über der Formelzeile; hier "#02"). Werden die Werte geändert, dann werden sie in einer Datei abgelegt und bei jeden Werkzeugwechsel neu gelesen.
Wurde die "#"-Taste versehentlich gedrück, kann man die Liste mit <Esc> verlassen. Die Liste kann mit den Cursor-Tasten durchgeblättert werden oder indem man den Werkzeugnamen eintippt. Mit <Return> wird das Werkzeug ausgewählt. Die Anzahl an Werkzeugen ist praktisch unbegrenzt, momentan aber sind 11 vordefiniert. Man kann die Liste erweitern. Mehr dazu hier.
Allgemeine Funktionen:Neben der bloßen Anzeige der Messwerte kommt der größte Nutzen von YADROs DRO von den allgemeinen Funktionen, den "Macros". YADROs DRO wurde extensiv mit diesen Macros realisiert die so die Funktionalität von erheblich teureren Digitalanzeigen bieten und sogar noch weiter gehen.
Macros die häufig benutzt werden, können Funktionstasten (F1 F10) zugewiesen werden. Durch drücken der Funktionstaste wird das Makro sofort angewählt und ausgeführt. Natürlich können Aufkleber auf den Funktionstasten dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Das Durchblättern der Macros "von Hand" ist für selten benutzte Macros sinnvoll, oder während der Einarbeitung in YADROs DRO. Die Liste wird geöffnet durch drücken der <Leertaste>. Eine Liste mit den alphabetisch sortierten Macros spring auf. Mit den Cursor-Tasten kann man dann das Macro auswählen und mit <Return> ausführen. Während des Blätterns wird der volle Macroname und (falls zugewiesen) die zugehörige Funktionstaste in einem breiten Zusatzfenster angezeigt. In dem Beispiel F3.
Soll ein angewähltes Macro ausgeführt werden, drückt man <Ret>, ein <Esc> schließt die Liste ohne ein Macro auszuführen. Die übliche Methode um Macros auszuführen ist jedoch über die Tastatur. Das sieht auf den ersten Blick nach viel Tipperei aus, ist es aber nicht. Die Macros sind in logische Gruppen sortiert die mit gleichen Buchstaben beginnen. Z.B. alle Null-setz-Funktionen mit Z (Zero). Der zweite Buchstabe ist der Achsenname oder "A" für alle. Um also die X-achse 0 zu setzen, tippt man "Z" und "A" (ohne Anführungszeichen). SObald man zu tippen anfängt, spring die Liste auf und das jeweils passende Macro wird angewählt. Sobald man <Return> drück, wird es ausgeführt. Hier also ZX<Ret>. Groß/Kleinschreibung ist gleichgültig, za<Ret> funktioniert genauso. Die Macros beinhalten Funktionen wie Achsen 0-setzen, Vorzeichenwechsel, Wechsel zwischen Absolut und Relativ-Modus, Werkzeugkorrektur, Achsenverschiebung usw. Eine komplette Liste für eine Fräsmaschine findet man hier, für eine Drehmaschine hier.
Schrittmodus:Es gibt einen speziellen Modus in DRO:ddisp der vom Benutzer nicht angewählt werden kann. Er wird nur durch Macros ein und ausgeschalten. Er wird benutzt, wenn ein Macro in einer Schleife ist, die auf Aktionen des Benutzers wartet. EIn bekanntes Beispiel ist ein Lochkreis. Das Macro berechnet die nächste Position, wartet bis das Loch gebohrt wurde und der Benutzer das mit <Ret> bestätigt, berechnet den nächsten Punkt, usw. Man erkennt den Modus daran, daß etwas wie "stepping..." unten links am Bildschirm steht. Solch eine Schleife wird also mit <Ret> fortgesetzt oder mit <Esc> abgebrochen. Nachdem das Macro abgearbeitet ist, kehrt DRO:ddisp in den Normal-Modus zurück. |