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Fehlersuche in digitalen Messleisten:

Hoffentlich funktionieren die Messleisten die mit dem DRO:int4 verbunden wurden auf Anhieb. Wenn das Installationsprogramm alle angeschlossenen Leisten gefunden hat, gibt es keine Not hier weiterzulesen.

Falls ein Oszillosko (ein 1-Kanal 20MHz genügt vollauf) zur Hand ist, dann hilft der Teil der die Protokolle beschribt evtl. besser weiter, denn er enthält viele Bildschirmfotos.

Kapitel:

Häufige Fehler

Der häufigste Fehler ist, dass die Leitungen zur Messleiste falsch verbunden wurden. Wenn die Leisten über das DRO:int4 mit Spannung versorgt wurden, dann sollte in deren Anzeige etwas sinnvolles stehe und die Leiste auch auf Verschieben des Reiters reagieren. Falls nichjt, die Polarität der Spannungsversorgung direkt an den Leisten überprüfen. Ein Voltmeter (ohne hohe Anforderungen) hilft dabei.

Beschreibung:

  • Anschluss 1: neg. Spannung
  • Anschluss 2: data
  • Anschluss 3: clock
  • Anschluss 4: positive Spannung

Die Spannung zwischen Anschluss 1 und Anschluss 4 sollte 1,55V (+/- 0.5V) sein, wobei Plus am Anschluss 4 liegt.
Falls die Spannung umgedreht wurde, die Leisten sofort abklemmen und Anschluss 1 und 4 mit einem Stück Draht oder einer Pinzette für einige Sekunden kurzschließen. Danach mindesten 1 Stunde liegenlassen (ja, das kingt wie VooDoo). Richtig angelütet, sollte die Leiste wieder gehen. Mir ist das zwei mal passiert ohne Schaden.

"Debugging" mit DRO:int4:

DRO:int4 hat eine automatische Leisten-Erkennung die auch bei der Fehlersuchge hilft. Um auf die Funktionalität zuzugreifen, benötigt man ein Terminal-Programm. Jedes Terminal-Programm das so konfiguriert ist, funktioniert:

  • 19200 Baud
  • 8 Bit
  • 1 Stop Bit
  • Keine Parität (no parity)
  • Kein XON/XOFF, kein RTS/CTS

Es gibt hier ein Terminal-Program mit allen Parametern bereits fest eingestellt (term.exe).

Verbinden Sie den PC -mit dem Terminal-Programm laufend- mit dem DRO:int4. Verbinden Sie jetzt die Spannungsversorgung mit dem DRO:int4. Es sollte jetzt eine Nachricht kommen, die etwa so aussieht:

*** Welcome to YADRO-land! ***
(c) 2005 Nick Mueller // www.yadro.de

Im nächsten Schritt geht es darum, herauszufinden welche Leiste Probleme macht. Das passiert, indem man "d0" in der Konsole des Terminal-Programmes eingibt (ohne <Return> am Ende). Es gibt grundlegend 3 mögliche Antworten:

Checking device #0...
Clock : Signal
Data  : Signal
Device: 7BCDs ('B')

Die Antwort sagt, dass es keine Probleme mit der Leiste gibt und dass sie eine vom (seltenen) Typ mit 7 BCDs ist.

Eine andere mögliche (und positive) Antwort ist:

Checking device #0...
Clock : Signal
Data  : Signal
Device: 2*24bits ('L')

Die Leiste wurde auch erkannt und ist OK. Sie ist vom Typ der 2 mal 24 bits schickt.

Mögliche Antworten von nicht erkannten Messleisten sind:

Checking device #0...
Clock :stuck H
Data  :stuck H

Der Text zeigt, dass überhaupt kein Signal von der Leiste kommt. Es könnte auch (sowohl hinter "signal" als auch "clock" ein "L" stehen) In dem Fall sollte man nach Kurzschlüssen auf den Lötpunkten an der Leiste suchen. Ebenfalls überprüfen, ob 1,5V an der Spannungsversorgung anliegen (siehe erstes Kapitel auf dieser Seite).

Falls die Antwort so aussieht:

Checking device #0...
Clock : Signal
Data  : Signal
Device: unknown type. Sending 0xnn

… ist die Wahrscheinlichkeit, dass Takt (clock) und Daten (data) vertauscht wurden sehr hoch. Das ein Signal erkannt wurde, bedeute, dass irgend ein Signal ankommt, aber keines, das bekannt ist. Die Zahl hinter "Sending" (gesendet) gibt die Anzahl an Bits in HEX an.

Machen Sie mit den anderen Leisten weiter, indem Sie die Kommandos "d1", "d2" und "d3" (abhängig davon an welchen Kanälen Leisten angeschlossen sind) senden.