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DRO:int4, das Digitalanzeigen / Positionsanzeigen-Interface:

Das Interface zur Digitalanzeige / Positionsanzeige nennt sich DRO:int4. Diese Interface hat vier Kanäle an die man bis zu vier Digitale Schublehren oder Messleisten anschließen kann. Es gibt einige verschiedene Protokolle die die Messleisten verwenden. DRO:int4 kann mit den billigen "Chinesen-Messleisten" verbunden werden. Es gehen aber auch Leisten mit Quadratur-Encodern. Grundsätzlich kann man die Chinesen-Messleisten an diesen Merkmalen erkennen:

  • Sie sind billig. Schublehren gibt es ab 10.- EUR, Messleisten ab ca. 30.- für 150mm Länge, 100.- für 500mm
  • Sie haben eine Knopfzelle (SR44 oder LR44)
  • Sie haben einen (versteckten) Anschluss mit 4 Kontakten.
  • Die Anleitung behauptet oft, dass sie ein serielle Protokoll haben. Manche behaupten sogar, dass sie einen RS232-Anschluss haben (was völliger Unsinn ist)

DRO:int4 unterstützt nicht das Mitutoyo Digimatic®-Protokoll. Aber es kann, mit Hilfe eines Adapters, an Quadratur-Encoder angeschlossen werden, die sich oft in Glasmaßstäben finden.

Die Bauteile:

Das Interface ist um einen Micro-Controller, der mit 20Mhz läuft, aufgebaut. Er ist der Vermittler zwischen den Messleisten und dem PC. Er kann Daten speichern, die Leisten auslesen, die Modi der Leisten umschalten, Kommandos vom PC erhalten und Daten, auf Anfrage oder automatisch, zurück an den PC schicken.
Die Kommunikation läuft über eine optisch isolierte serielle Schnittstelle (RS232). Die Geschwindigkeit beträgt 19200 Baud. Ebenso kommuniziert der micro-Controller (uC) mit den Messleisten. Nachdem die Spannungspegel nicht zusammenpassen (5V und 1,55V) werden sie durch Verstärker angepasst. Sie bekommen ihre Referenzspannung durch einen Spannungsregler der auch gleichzeitig die Messleisten mit Strom (kurzschlussfest) versorgt.

Kommunikation mit den Messleisten:

Das Interface hat vier Anschlüsse die mit den Messleisten verbunden werden. Die Anschlüsse bringen auch die Stromversorgung zu den Messleisten (keine leeren Batterien mehr) und haben eine Daten und eine Taktleitung die die Kommunikation steuern. Der uC kann die Daten und Taktleitungen schalten und somit die Messleisten in ihren Betriebsarten umschalten. Das funktioniert genau so, als würde man die Tasten auf den Messleisten drücken. Man kann also die Messleisten in ein Schutzrohr packen, da man deren Anzeige nie mehr lesen muss.

Kommunikation mit dem PC:

Das Interface DRO:int4 hat eine optisch isolierte Schnittstelle über die der PC mit dem Interface kommuniziert. Optisch isoliert, weil in der Werkstatt häufig starke elektrische Störungen sind. Auch haben die Chinesen-Leisten unglücklicherweise Plus auf dem Gehäuse. Die Kommunikationsgeschwindigkeit ist 19200 Baud. Das ist genug um mit 4 Messleisten bei voller Geschwindigkeit kommunizieren zu können.
Der uC hat eine eingebaute Unterstützung zur Fehlersuche in den Messleisten. Sie kann mit einem Terminal-Programm aufgerufen werden.